24 h Jugendgroßübung 15./16.07.2017

Samstag 8.00 Uhr
Wir haben uns auf der Wache getroffen und unser Gepäck verladen.
Dann ging es mit dem Kommandowagen (KdoW) der Berufsfeuerwehr und
dem Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) los zur Jugendgroßübung.

9.00 Uhr
Nachdem wir beim Gelände des THW Ortsverbands Fürth, in der Nähe von Atzenhof, angekommen sind, gab es eine Ansprache von Stadtjugendwart Wolfgang Lang an den teilnehmenden Nachwuchs von den Freiwilligen Feuerwehren, THW, DLRG und BRK aus Fürth, dabei war auch die Rettungshundestaffel Franken.
Dann stand für die Jugendlichen der Aufbau der Zelte für die kommende Übernachtung an, während bei einer Gruppenführerversammlung, die einzelnen Gruppen in 2 Züge eingeteilt wurden.
Zug 1: FF Poppenreuth, FF Sack, FF Ronhof-Kronach
Zug 2: FF Stadeln, FF Unterfarrnbach, FF Fürth-Stadt

10.00 Uhr
Von der Übungsleitstelle, die gemeinsam von der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) und dem THW gestellt wurde, kam die Durchsage:
„Einsatz für den Zug 2, das BRK, THW und die Rettungshundestaffel, Waldbrand mehere Personen vermisst, Am Rennweg in Oberfürberg“
Uns erwartete eine Rauchentwicklung an zwei Stellen im Wald, weshalb nach der Erkundung durch den Zugführer, von der FF Stadeln und der FF Fürth-Stadt ein Löschangriff von 2 Seiten, sowie eine Wasserversorgung von der FF Unterfarrnbach aufgebaut wurde. Insgesamt waren 5 C-Rohre und im späteren Verlauf ein Hydroschild im Einsatz. Die Rettungshundestaffel übernahm die Suche, das THW die Rettung und das BRK die Betreung der vermissten Personen.

12.00 Uhr
Noch auf der Rückfahrt zum THW-Gelände wurde der Zug 2 zusammen mit der DLRG und dem BRK mit dem Funkspruch „Unbekannte Kanister mit Gefahrstoffzeichen und mehere Personen im Wasser“ zum Main-Donau-Kanal, im Bereich des Hafens, alarmiert. Dort angekommen übernahm die DLRG die Rettung der Personen aus dem Wasser, die FF Unterfarrnbach unterstützte das BRK bei der Versorgung der Verletzten. Die FF Fürth-Stadt hat sowohl
vom Ufer aus als auch vom Boot der DLRG die Kanister geborgen.
Dann ging es zurück zum THW-Gelände.

13.00 Uhr
Nachdem es Käsespätzle und Schinkennudeln zur Stärkung gab und die Zeltbetten aufgestellt wurden, gab es einige Vorführungen rund um den Schaumtrainer.

14.30 Uhr
Durchsage: „Einsatz für den Zug 2, das BRK, THW und die Rettungshundestaffel, Brückeneinsturz und Bootsunfall, mehrere Verletzte, Am Europakanal in Oberfürberg“. Am Einsatzort eingetroffen war die erste Priorität die Rettung und Versorgung der Verletzten, wo alle Hilfsorganisationen zusammenhalfen. Daneben wurde von der FF Stadeln ein Bootsbrand bekämpft, von der FF Fürth-Stadt eine Verkehrsabsicherung aufgebaut und vom THW die Brücke mit Holz unterbaut. Zur Verstärkung wurde der Zug 1 nachalarmiert.

17.30 Uhr
Nachdem es einige Zeit zur freien Verfügung gab, was die Jugendlichen zum Kicker, Fußball spielen oder für ein Gespräch mit Jugendlichen einer anderen Wehr nutzten, stand der nächste Programmpunkt an: Stationsausbildung. Die Jugendlichen wurden in 5 gemischte Gruppen eingeteilt und einer Station zu gewiesen, zwischen denen im 15-Minuten Takt gewechselt wurde. Ehe es belegte Brötchen zum Abendessen gab.
Station 1: Die DLRG erklärte die Strömungs- und Höhlenrettung.

Station 2: Das BRK erklärte ihr Fahrzeug und was bei Erste Hilfe zu tun ist.
Station 3: Atemschutzparcour

Station 4: Fahrzeugkunde Mittleres Löschfahrzeug/ Löschfahrzeug Katastrophenschutz

Station 5: Bootsfahrt mit der DLRG

19.30 Uhr
Beim letzten Einsatz für den Zug 2 am Samstag, wurde eine Explosion bei einer Biogasanlage in Unterfarrnbach gemeldet. Vor Ort wurden mehrere aufgebrachte Verletzte vorgefunden, die gemeinsam von Jugendlichen des BRK und DLRG versorgt wurden. Desweiteren stand ein Stapel von Paletten in Brand, der von der FF Stadeln gelöscht wurde und in nährer Umgebung lagen Gefahrgutbehälter. Nachdem dieser Einsatz erfolgreich und souverän abgearbeitet wurde, ging es in den wohl verdienten, gemütlichen Abend mit Lagerfeuer über.

Sonntag 9.00 Uhr
Nachdem für jedem die Nacht individuell vorbei war und jeder mit Frühstück gestärkt war, kam der erste Einsatz für Zug 2.
„Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, mehrere verletzte und eingeklemmte Personen, Aischweg Müllverschwelung“ war die Meldung.
Dem Zugführer bat sich bei seiner Erkundung folgendes Bild.
Ein querstehender PKW mit zwei Insassen war zwischen einem LKW und einem PKW eingeklemmt. Desweiteren war unter dem LKW ein Mädchen mit ihrem Fahrrad eingeklemmt, weitere Personen wurden vermisst.
Die FF Stadeln unterstützte das THW bei der Rettung der beiden eingeklemmten Insassen, die FF Unterfarrnbach griff dem BRK bei der Verletztenversorgung unter die Arme.
Das Auslaufen einer Flüssigkeit wurde mit einer Auffangwanne unterbunden, Gasflaschen aus dem Kofferraum in Sicherheit gebracht und ein doppelter Brandschutz von der FF Fürth-Stadt aufgebaut. Nachdem alle Verletzten versorgt waren, konnten die Einheiten zur THW-Unterkunft zurückkehren.

11.00 Uhr
Kurz vor dem Mittagessen wurde der Zug 2 zu einem Containerbrand beim Kirchweihplatz in Atzenhof gerufen. Von der FF Stadeln zusammen mit der FF Fürth-Stadt wurde der Brand bekämpft und die Verletzten versorgt, während die FF Unterfarrnbach die Wasserversorgung aufbaute. Nachdem „Feuer aus“ gemeldet werden konnte, rückten alle wieder ein.
Zum Mittagessen wurde gegrillt. Anschließend mussten noch die Zelte und Feldbetten abgebaut sowie kleinere Aufgaben von den Jugendlichen erledigt werden, wie Küche und Sanitäranlagen putzen. Dann ging es zurück zur Wache, wo wir um 15.00 Uhr erschöpft, aber mit vielen Erinnerungen an tolle Erlebnisse zurück waren.

Vielen Dank an die Organisatoren und zahlreichen Helfer ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

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